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Sind Teleimpulsgeräte legal?

Vorab möchten wir festhalten, dass wir als Verfasser dier Seite keine Juristen sind. Wir wollen und können Ihnen keine Rechtsberatung geben.
Wir haben versucht, hier die uns vorliegenden Informationen zusammenzutragen, damit Sie sich selbst ein Bild von der aktuellen Rechtslage machen können.


Was sagt die Wissenschaft?

Die Tierhochschule Hannover hat eine interessante Forschungsarbeit veröffentlicht. Bei dieser Dissertation wurde ermittelt, wie viel Stresse ein Hund bei der Anwendung von Teleimpulsgeräten hat. Verglichen wurde hier der Einsatz von Teleimpulsgeräten im Vergleich zu Stachelhalsbändern und Abrufkommandos. Das überraschende Ergebnis der Studie können Sie hier nachlesen.
Eine kurze Zusammenfassung finden Sie hier


Tierschutzgesetzt

Im Tierschutzgesetzt §3 Absatz 11 steht
Es ist verboten...ein Gerät zu verwenden, das durch direkte Stromeinwirkung das artgemäße
Verhalten eines Tieres, insbesondere seine Bewegung, erheblich einschränkt
oder es zur Bewegung zwingt und dem Tier dadurch nicht unerhebliche
Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügt, soweit dies nicht nach bundes- oder
landesrechtlichen Vorschriften zulässig ist.

Hier [96 KB] können Sie das Tierschutzgesetz herunterladen


Nicht unerhebliche Schmerzen?

Leider konnten wir von keiner Stelle eine Definition "nicht unerheblicher Schmerzen" erhalten..


Urteil Bundesveraltungsgericht

am 23. Februar 2006 urteilte der 3. Senat des Bundesveraltungsgerichts (BVerwG 3 C 14.05 (Leitsatz):
Der Einsatz von Elektroreizgeräten, die erhebliche Leiden oder Schmerzen verursachen
können, für Zwecke der Hundeausbildung ist gemäß § 3 Nr. 11
TierSchG verboten. Dabei kommt es nicht auf die konkrete Verwendung der
Geräte im Einzelfall, sondern darauf an, ob sie von ihrer Bauart und Funktionsweise
her geeignet sind, dem Tier nicht unerhebliche Schmerzen zuzufügen.

Hier [47 KB] finden Sie das Urteil zum Download


Erhebliche Leiden

Auch hier war es uns nicht möglich eine Definition (einen Grenzwert) für erhebliche Leiden oder Schmerzen herauszufinden...


Waffengesetz

Der Bundesrat hat am 20.12.07 Änderungen im Waffengesetz beschlossen. In diesem Zusammenhang wurden auch interessante Aussagen zu Teleimpulsgeräten getroffen
In der Hundeausbildung durften bisher Elektroreizgeräte (Teletakt) eingesetzt werden. Die Geräte haben
sich bewährt. Ein Verbot wäre unverhältnismäßig.
Die Einfügung stellt klar, dass der Einsatz dieser Geräte weiterhin erlaubt ist..
Hier [13 KB] finden Sie eine Zusammenfassung
Hier [63 KB] die Gesetzesänderung
Hier [16 KB] die Erläuterungen dazu


Stellungnahme Europäischer Jagdverband

Der Europäische Jagdverband FACE hat in seinem Newsletter vom Mai 2010 folgende Stellungnahme veröffentlicht:

FACE spricht sich für die ordentliche Handhabung von E-Halsbändern für Hunde aus
Auf Einladung einer speziellen Arbeitsgruppe des Council for Animal Welfare, einem offiziellen Beratungsorgan des belgischen Federal Ministry for Public Health & Environment, hielt FACE SG/SPA am 27. Mai 2010 eine Präsentation zur Bedeutung von ordentlich ausgebildeten Hunden für die Jagd. Mit durchschnittlich einem Hund pro Jäger, das heißt rund 7 Millionen Sport- und Jagdhunden in Europa, ist es verständlich, dass viele Jäger tief besorgt über die Versuche der Tierschutzbewegung sind, den Einsatz sogenannter elektronischer bzw. E-Halsbändern für die Ausbildung von Hunden zu verbieten. Oft werden diese Halsbänder gewollt als „Schockhalsbänder bzw. „elektrische“ Halsbänder beschrieben, obwohl sie bei ordnungsgemäßer Handhabung vollständig mit der Europäischen Konvention zum Schutz der Haustiere vereinbar sind. Jüngere Studien haben nicht nur gezeigt, dass diese nicht zu Verletzungen oder anderen physischen Schäden bei Hunden, sondern sogar für höhere Lerneffekte und weniger Stress als bei anderen Trainingsmethoden führen. Eine Bedingung ist, dass die Halbsbänder die von dem European Collar Manufacturers Association, ECMA (siehe auch www.ecma.eu.com) niedergelegten Erfordernisse einschließlich eindeutiger technischer Standards genügen (z.B. die Leistung von 100 mA niemals überschreiten) erfüllen.


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